Lehmkleister
Lehmkleister HL-SL – der natürliche Verbundbinder für Luftdichtung und Lehmputz
Roggenleim gehört zu den ältesten und wirksamsten Naturklebstoffen überhaupt – und genau das macht ihn zur idealen Basis für den Lehmkleister HL-SL. Durch den hydrothermischen Aufschluss des Roggenschrots wird die Wasserbindefähigkeit stark erhöht, sodass der fertig angerührte Kleister eine immense Klebkraft und hohe Trockenfestigkeit erreicht – bei vollständig natürlicher Zusammensetzung.
Der Lehmkleister HL-SL ist der zentrale Verbundbinder im Luftdichtungs-Verbundsystem von Hanffaser Uckermark: Er klebt das Leinenvlies materialschlüssig auf die Holzschalung, dichtet Fugen an Holzzargen ab und erhöht als Zusatz in Lehmputzen die Haftung und Abriebfestigkeit – vollständig ohne synthetische Hilfsstoffe.
Einsatzbereiche
- Verbundbinder für die flächige Luftdichtung mit Leinenvlies auf gespundeter Vollschalung
- Verbundbinder für Eckstreifen-Luftdichtung an Innenecken und Anschlüssen
- Vliesleim für Hanfvlies HPM als Putzträgerbahn auf Rauspund
- Verbundbinder mit Hanf-Dämmstreifen in schwierigen Eckanschlüssen
- Zargenanstrich an unlackierten Holzzargen für luftdichten Anschluss von Dichthanf und Kalfaterband
- Leim und Anstrich für Roh-Kraftpapier als Diffusionsdichtung auf Schalung oder Sparschalung
- Bindemittel in Lehmputzen zur Erhöhung von Trockenfestigkeit, Haftung und Abriebfestigkeit
Anrichten und Verarbeitung
Den Sack HL-SL (10 kg) in 25–30 Liter Wasser einrühren und mindestens 30 Minuten quellen lassen – der Kleister soll eine Konsistenz wie Tapetenleim erreichen. Anschließend den Untergrund (Schalung, Zarge oder Putzgrund) mit dem gut gerührten Lehmkleister vorstreichen. Das Leinenvlies auf einem Tapeziertisch beidseitig einschlämmern und auf den vorgestrichenen Untergrund tapezieren, mit einem Quast andrücken.
Wichtig: Der angesetzte Lehmkleister ist ausschließlich innerhalb von 24 Stunden zu verarbeiten. Nach 36 Stunden beginnt eine Säuerung – der Kleister verliert seine Klebkraft und ist zu entsorgen. Daher täglich nur so viel anrichten, wie an einem Tag verarbeitet wird. Der Sauerteiggeruch, der bei sehr langsamer Trocknung auftreten kann, verschwindet nach vollständiger Trocknung vollständig. Tropft Lehmkleister an Fenstern oder Sichtbalken: sofort abwischen.
Vorteile auf einen Blick
- Natürliche Zusammensetzung: Lehm (Tonerde) + Roggenleim – ohne Chemie
- Hohe Klebkraft durch hydrothermisch aufgeschlossenen Roggenleim
- Materialschlüssiger Verbund mit Holz, Leinenvlies und Hanffasern
- Erhöht Trockenfestigkeit und Abriebfestigkeit in Lehmputzen
- Verringert Schwindung und Rissbildung in mageren Putzrezepturen
- 1 Sack (10 kg) reicht für 1 Rolle Leinenvlies (12,5 m²)
- Vollständig biologisch abbaubar und recyclingfähig
Technische Daten
| Volldeklaration | Lehm (Tonerde & Schluff) + Roggenleim (hydrothermisch aufgeschlossen) |
| Anmischverhältnis | 10 kg Trockenmasse auf 25–30 Liter Wasser |
| Quellzeit | mindestens 30 Minuten |
| Verarbeitbarkeit nach Ansetzen | max. 24 Stunden |
| Ergiebigkeit | 1 Sack (10 kg) für 1 Rolle Leinenvlies (12,5 m², beidseitig eingeschlämmt) |
| Konsistenz fertig | Wie Tapetenleim / Kleister |
| Verpackungseinheit | Sack 10 kg / Sack 2 kg |

